EKG-Befund anonymisieren mit anonym.plus

Identifizierende Kopfdaten aus dem EKG-Ausdruck entfernen — Kurvenform bleibt intakt.

Die Anonymisierung eines EKG-Befunds bedeutet, patientenbezogene Angaben aus dem Kurvenstreifen und dem Befundbericht zu tilgen. DSGVO Art. 9 und BDSG-neu ordnen EKG-Daten als besondere Kategorie ein. Das Patientenrechtegesetz (BGB §630f) verlangt die Aufbewahrung in der Patientenakte. anonym.plus arbeitet offline; Kurvenform, Rhythmusinformationen und automatische Interpretation bleiben unverändert.

Wann es greift

Ein Kardiologe möchte einen EKG-Streifen für ein Fortbildungsprogramm verwenden. Kopfdaten mit Name, Geburtsdatum und Fallnummer müssen zuerst anonymisiert werden.

Wie anonym.plus es löst

  1. Öffnen Sie die Datei (PDF, Bild oder Systemexport) auf Ihrem Gerät.
  2. Die lokale OCR erfasst den aufgedruckten Kopfzeilentext des Streifens.
  3. Die Anwendung erkennt Name, Geburtsdatum, Fallnummer und Aufnahmedatum.
  4. Prüfen Sie jeden Treffer und behalten Sie Intervalle und Rhythmusangaben.
  5. Pseudonymisieren oder schwärzen Sie jeden identifizierenden Eintrag.
  6. Speichern Sie die bereinigte Kopie — der Original-Streifen bleibt auf Ihrem Gerät.

Was Sie bereitstellen

Erkannte Entitätstypen in Gesundheitsdaten

Kategorieanonym.plus-EntitätstypBeispiel
PatientPERSONKarl Hoffmann → [PATIENT_1]
GeburtsdatumDATE_TIMEGeb. 22.09.1965 → [DATUM]
FallnummerMEDICAL_RECORD_NUMBERFallnr. 887643 → [FALLNR]
KVNRDE_INSURANCE_NUMBERKVNR D234567890 → [KVNR]
AufnahmedatumDATE_TIMEEKG 10.01.2026 10:34 → [AUFNAHMEDATUM]
Kardiologische EinheitORGANIZATIONKardiologie, Helios Klinikum Erfurt → [EINRICHTUNG]

Erreichte Konformität

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Grenzen & Hinweise

Die Anwendung bereinigt Text in Kopfdaten und Befundbericht. Die digitale Kurvenform selbst wird nicht verändert. Falls der Systemexport demografische Daten im Signalkanal enthält, prüfen Sie das Exportformat vor der Weitergabe.

Häufig gestellte Fragen

Kann das EKG pseudonymisiert werden, während der Patientenbezug erhalten bleibt?

Ja. Nutzen Sie eine Zuordnungstabelle. Sie weist dem Patienten einen stabilen Code zu und erlaubt das Verknüpfen von Streifen in Längsschnittstudien.

Bleiben die automatischen Interpretationen des Systems unverändert?

Ja. Nur identifizierende Felder werden angepasst. Rhythmus, Intervalle und automatische Diagnose bleiben so erhalten, wie das Gerät sie ausgegeben hat.

Funktioniert das auch mit HL7- oder XML-Exporten?

Die Anwendung verarbeitet extrahierten Text. Bei strukturierten Formaten empfiehlt sich der Export als PDF oder Textdatei vor der Verarbeitung.