Gentestbericht de-identifizieren mit anonym.plus

Identifizierende Felder aus dem Gentest-Bericht entfernen — molekulare Befunde bleiben.

Die De-Identifizierung eines Gentestberichts ist besonders anspruchsvoll: Geninformationen sind von Natur aus singularisierend und unterliegen DSGVO Art. 9 sowie dem Gendiagnostikgesetz (GenDG) als höchst sensitive Kategorie. BDSG-neu und die BÄK-Berufsordnung §9 regeln den Umgang ergänzend. anonym.plus verarbeitet den Bericht lokal; molekulare Befunde bleiben lesbar.

Wann es greift

Ein klinischer Genetiker möchte einen Fall mit einer Forschungsgruppe teilen. Der Bericht enthält Namen, Stammbaum und Fallnummer — all das muss de-identifiziert werden, bevor die Weitergabe erfolgt.

Wie anonym.plus es löst

  1. Öffnen Sie die Datei (PDF, DOCX oder Scan) auf Ihrem Gerät.
  2. Die lokale OCR extrahiert Text aus digitalisierten Seiten.
  3. Die Anwendung erkennt Namen, Datumsangaben, Fallnummern, Familienangaben und Einrichtung.
  4. Prüfen Sie jeden Treffer besonders bei Angaben zu Familienangehörigen.
  5. Pseudonymisieren oder entfernen Sie jeden identifizierenden Eintrag.
  6. Speichern Sie die bereinigte Version — der Originalbericht bleibt auf Ihrem Gerät.

Was Sie bereitstellen

Erkannte Entitätstypen in Gesundheitsdaten

Kategorieanonym.plus-EntitätstypBeispiel
PatientPERSONPeter Schneider → [PATIENT_1]
ProbeneingangDATE_TIMEProbe erhalten 20.01.2026 → [DATUM]
FallnummerMEDICAL_RECORD_NUMBERFallnr. 991234 → [FALLNR]
KVNRDE_INSURANCE_NUMBERKVNR F456789012 → [KVNR]
Genannte AngehörigePERSONSchwester: Gabi Schneider → [ANGEHÖRIGE_1]
GenlaborORGANIZATIONHumangenetik, Uniklinikum Düsseldorf → [EINRICHTUNG]

Erreichte Konformität

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Grenzen & Hinweise

Genetische Daten können allein durch das Genomprofil eine Person identifizieren — auch ohne Name und Datum. Diese Anwendung entfernt direkte Identifikatoren. Die Bewertung des Restrisikos erfordert eine Experteneinschätzung gemäß DSGVO und GenDG.

Häufig gestellte Fragen

Warum sind genetische Daten besonders schwer zu anonymisieren?

DNA ist von Natur aus singularisierend. Selbst ohne Namen oder Datum kann eine Sequenz über öffentliche Datenbanken einer Person zugeordnet werden. Das Entfernen direkter Identifikatoren verringert das Risiko, eliminiert es aber nicht vollständig.

Werden auch Angaben zu erwähnten Familienangehörigen bereinigt?

Ja. Die Anwendung erkennt im Text genannte Namen von Angehörigen. Prüfen Sie das Ergebnis auf indirekte Familienreferenzen, die möglicherweise verbleiben.

Gibt es eine spezifische deutsche Norm für genomische Daten?

Ja. Das GenDG (Gendiagnostikgesetz) regelt Erhebung, Verwendung und Weitergabe genetischer Untersuchungsergebnisse. DSGVO Art. 9 gilt ergänzend.