Die De-Identifizierung eines Screeningbefunds bedeutet, alle identifizierenden Angaben zu tilgen, ohne das klinische Ergebnis zu verändern. DSGVO Art. 9 und BDSG-neu ordnen Screeningergebnisse als besondere Kategorie ein. Das Patientenrechtegesetz (BGB §630f) verlangt die Dokumentation in der Akte. DMP-A-RL und KBV/G-BA-Vorgaben regeln strukturierte Vorsorge- und Früherkennungsprogramme. anonym.plus arbeitet offline; Befundkategorie und klinische Schlussfolgerung bleiben erhalten.
Wann es greift
Eine Screeningeinheit möchte Befunde für eine Qualitätsstudie bereitstellen. Alle patientenbezogenen Felder müssen vor der Analyse de-identifiziert werden.
Wie anonym.plus es löst
- Öffnen Sie die Datei (PDF, DOCX oder Scan) auf Ihrem Gerät.
- Die lokale OCR extrahiert Text aus digitalisierten Seiten.
- Die Anwendung erkennt Name, Datum, Fallnummer und Einrichtungsdaten.
- Prüfen Sie jeden Treffer und behalten Sie Befundkategorie und Messdaten.
- De-Identifizieren oder schwärzen Sie jeden identifizierenden Eintrag.
- Speichern Sie den bereinigten Befund — das Original bleibt auf Ihrem Gerät.
Was Sie bereitstellen
- Der Screeningbefund (PDF, DOCX, TXT oder Scan).
- Aktion: Ersetzen, Schwärzen oder Teilmaskierung.
- Optional: Zuordnungstabelle für Verlaufskontrollen.
Erkannte Entitätstypen in Gesundheitsdaten
| Kategorie | anonym.plus-Entitätstyp | Beispiel |
|---|---|---|
| Patientin | PERSON | Ursula Zimmermann → [PATIENT_1] |
| Screeningdatum | DATE_TIME | Screening 15.03.2026 → [DATUM] |
| Fallnummer | MEDICAL_RECORD_NUMBER | Fallnr. 223344 → [FALLNR] |
| KVNR | DE_INSURANCE_NUMBER | KVNR K901234567 → [KVNR] |
| Befundende Ärztin | PERSON | Dr. Cornelia Becker → [ARZT] |
| Screeningzentrum | ORGANIZATION | Früherkennungszentrum Bayern → [EINRICHTUNG] |
Erreichte Konformität
- De-Identifizierung nach DSGVO Art. 9 & BDSG-neu; Screeningergebnisse sind Gesundheitsdaten der besonderen Kategorie.
- PatRG (BGB §630f) verlangt die Dokumentation in der Patientenakte.
- DMP-A-RL & KBV/G-BA-Vorgaben regeln strukturierte Vorsorge- und Früherkennungsprogramme.
- Arbeitsdateien werden mit AES-256-GCM gesichert.
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Grenzen & Hinweise
Die Anwendung entfernt die aufgelisteten Identifikatortypen. Sehr spezifische Befundbeschreibungen in kleinen Einrichtungen können singularisierend bleiben. Bewerten Sie das Re-Identifizierungsrisiko vor der Weitergabe.
Häufig gestellte Fragen
Bleibt die Befundkategorie nach der De-Identifizierung erhalten?
Ja. Befundkategorien und Empfehlungen sind klinische Daten. Nur Felder, die eine Person benennen oder lokalisieren, werden entfernt.
Können Vorsorgeprogramm-Kennzeichen bereinigt werden?
Ja. Programmcodes und Einladungsnummern werden erkannt, sofern sie als eindeutige Identifikatoren einer Person zuzuordnen sind.
Funktioniert das auch mit gescannten Screeningformularen?
Ja. Die OCR extrahiert den Text und wendet dieselben Regeln an wie bei einem nativen Dokument.