Medikationshistorie de-identifizieren mit anonym.plus

Jeden Patientenidentifikator aus der Medikationsliste entfernen — die Therapie bleibt lesbar.

Die De-Identifizierung einer Medikationshistorie entfernt Patientenidentifikatoren aus einer Arzneimittelliste. Das Verfahren entspricht DSGVO Art. 9 und BDSG-neu. anonym.plus arbeitet lokal: Die Therapie bleibt lesbar, das Dokument nennt die Person nicht mehr.

Wann es greift

Eine Medikationshistorie verknüpft zahlreiche Therapien mit einem namentlich genannten Patienten über Zeit. Für Forschung oder Lehre werden die personenbezogenen Angaben entfernt, Therapie und Zeitintervalle jedoch beibehalten.

Wie anonym.plus es löst

  1. Öffnen Sie die Liste in anonym.plus auf Ihrem Gerät.
  2. Die Anwendung sucht nach Namen, Datumsangaben, KVNR und Kontaktdaten.
  3. Die lokale OCR-Funktion liest eingescannte Seiten, sodass auch gedruckte Listen erfasst werden.
  4. Bestätigen Sie die Markierungen; Arzneimittelnamen sind keine Identifikatoren und verbleiben.
  5. Ersetzen Sie jeden Identifikator durch ein Etikett oder verschieben Sie Datumsangaben.
  6. Speichern Sie die bereinigte Datei; die Quelldatei verbleibt auf Ihrem Gerät.

Was Sie bereitstellen

Erkannte Entitätstypen in Gesundheitsdaten

Kategorieanonym.plus-EntitätstypBeispiel
NamenPERSONThomas Wagner → [PATIENT]
DatumsangabenDATE_TIMEbegonnen 03/2024 → [DATUM]
Krankenakten-IDMEDICAL_RECORD_NUMBERKH-Nr. 220914 → [KH_ID]
E-MailEMAIL_ADDRESSt.wagner@beispiel.de → [EMAIL]
AdresseLOCATIONHauptstraße 12, Berlin → [ADRESSE]
KrankenversicherungsnummerDE_INSURANCE_NUMBERA123456789 → [KVNR]

Erreichte Konformität

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Grenzen & Hinweise

DSGVO Erwägungsgrund 26 verlangt, dass eine Reidentifizierung nicht vertretbar möglich ist. Die Anwendung entfernt direkte Elemente; Arzneimittel verbleiben. Eine seltene Therapie kombiniert mit einem kleinen geografischen Bereich kann auf eine Person hinweisen — bewerten Sie das Restrisiko für atypische Fälle.

Häufig gestellte Fragen

Welche Daten werden entfernt?

Namen, KVNR, Adressen, personenbezogene Datumsangaben, Telefon, E-Mail, Krankenakten-ID und alle weiteren Codes, die den Patienten im Sinne von DSGVO Erwägungsgrund 26 identifizieren könnten.

Werden Arzneimittel als personenbezogene Daten behandelt?

Nein. Arzneimittelnamen sind klinische Inhalte, keine personenbezogenen Daten an sich, daher verbleiben sie. Die Liste bleibt für die Forschung nutzbar, sobald die personenbezogenen Elemente entfernt sind.

Bleiben Datumsintervalle nach dem Ersetzen erhalten?

Ja. Die Datumsverschiebung verschiebt alle Daten um den gleichen Betrag, sodass die Anfang-Ende-Intervalle intakt bleiben.