Genomdatensatz pseudonymisieren mit anonym.plus

Spendernamen und KVNR in Genomdatensätzen durch Pseudonyme ersetzen, bevor Daten an Forschungspartner gehen.

Genomdaten enthalten genetische Merkmale. DSGVO Art. 9 stuft sie als besondere Kategorie ein. Das GenDG regelt zusätzlich genetische Untersuchungen in Deutschland. Selbst pseudonymisierte Proben können bioinformatisch zurückverfolgt werden. anonym.plus entfernt direkte Kennungen lokal. Sequenzdaten bleiben unberührt.

Wann es greift

Das Labor gibt Genomdaten an einen Forschungspartner weiter. Namen, KVNR und klinische Metadaten sind vorab zu pseudonymisieren.

Wie anonym.plus es löst

  1. Laden Sie die Datei (VCF-Metadaten-CSV oder XLSX) in anonym.plus.
  2. Das Werkzeug prüft Metadatenfelder auf direkte Kennungen.
  3. Sequenzdaten und Variantencalls bleiben unberührt.
  4. Prüfen Sie die Markierungen und bestätigen Sie die Felder.
  5. Ersetzen Sie Spendernamen durch stabile Pseudonyme.
  6. Exportieren Sie die pseudonymisierte Datei für den Forschungspartner.

Was Sie bereitstellen

Erkannte Entitätstypen in Gesundheitsdaten

Kategorieanonym.plus-EntitätstypBeispiel
SpendernamePERSONFriedrich Bauer → [SPENDER_G001]
KVNR des SpendersDE_INSURANCE_NUMBERJ123456789 → [KVNR]
Steuer-IDDE_TAX_ID98765432101 → [STEUER_ID]
ProbennummerMEDICAL_RECORD_NUMBERGEN-DE-2026-001 → beibehalten
EntnahmedatumDATE_TIME19.03.2026 → [DATUM_ENTNAHME]
SequenzierlaborLOCATIONGenomzentrum Heidelberg → [LABOR]

Erreichte Konformität

Anonymisieren Sie Genomdaten lokal — Tarife ansehen & kostenlos starten →

Grenzen & Hinweise

Rohsequenzen können durch bioinformatische Verfahren auf Personen zeigen. Das Werkzeug tilgt direkte Metadaten-Kennungen. Holen Sie zusätzlich Rat bei einem Datenschutzexperten für GenDG-konforme Architektur.

Häufig gestellte Fragen

Warum sind Genomdaten nach DSGVO Art. 9 besonders schutzbedürftig?

Sie kodieren einzigartige Merkmale einer Person. Sie lassen Rückschlüsse auf Erkrankungen zu und betreffen auch Familienangehörige. Das GenDG ergänzt spezifische Regeln für genetische Tests.

Schützt das Tilgen von Namen und KVNR Genomdaten vollständig?

Nein. Genomsequenzen können bioinformatisch zurückverfolgt werden. Die Pseudonymisierung der Metadaten ist ein erster Schritt. Weitere technische Maßnahmen sind nötig.

Kann das Werkzeug VCF-Dateien verarbeiten?

Ja. Es liest Metadatenspalten wie Probanden-ID, Entnahmedatum und Spenderinfo. Variantenspalten (Chromosom, Position, REF, ALT, QUAL) bleiben unverändert.