Schutzstufenvermerke zeigen an, wie vertraulich ein Beleg ist. Sie tragen oft Mandantennamen und Kanzleibezeichnungen. Diese Angaben fallen unter BORA § 2. anonym.plus entfernt sie lokal. Die Schutzstufenstruktur bleibt erhalten. Keine Mandantsidentität geht an die Gegenseite.
Wann es greift
Ein Produktionssatz trägt Schutzstufenvermerke mit Mandantennamen. Diese Namen müssen weg, bevor das Lot übergeben wird. Die Kategorie selbst — z. B. VERTRAULICH — bleibt stehen.
Wie anonym.plus es löst
- Laden Sie das Produktionsset (PDF oder Verzeichnis) in die lokale Anwendung.
- Das Modul erkennt Schutzstufenvermerke und Kennzeichnungsfelder.
- Mandantennamen und Kanzleibezeichnungen in den Vermerken werden markiert.
- Prüfen Sie jeden Vermerk und behalten Sie die Kategorie-Bezeichnung bei.
- Anonymisieren Sie die Namen durch neutrale Bezeichnungen.
- Exportieren Sie das bereinigte Lot ohne Netzwerkzugriff.
Was Sie bereitstellen
- Das Produktionsset mit Schutzstufenvermerken (PDF oder Verzeichnis).
- Modus: Anonymisieren oder Ersetzen durch generischen Bezeichner.
- Optional: eine Vorlage für die neutrale Standardbezeichnung.
Erkannte PII-Entitätstypen
| Kategorie | anonym.plus-Entitätstyp | Beispiel |
|---|---|---|
| Person (Mandant) | PERSON | Johann Richter → [MANDANT_1] |
| Organisation | ORGANIZATION | Richter Industrie AG → [MANDANT_ORG] |
| Datum | DATE_TIME | Vermerk vom 04.04.2026 → [DATUM] |
| Aktenzeichen | NATIONAL_ID | AZ 7 O 1234/26 → [AZ] |
| beA-SAFE-ID | NATIONAL_ID | DE.BRAK.12345678 → [BEA-ID] |
| EMAIL_ADDRESS | j.richter@mandant.de → [EMAIL] |
Erreichte Konformität
- Wahrt die anwaltliche Verschwiegenheitspflicht nach BORA § 2.
- Erhält die Schutzstufenstruktur des Lots, ohne Mandantenidentitäten weiterzugeben.
- Vollständig offline: Das Set verlässt nicht Ihren Rechner.
- Arbeitsdateien sind mit AES-256-GCM verschlüsselt.
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Grenzen & Hinweise
Ein als Rasterbild eingebetteter Vermerk braucht eine OCR-Stufe. Prüfen Sie die Erkennungsqualität bei gescannten Vermerken vor der Übergabe.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Schutzstufenvermerk?
Er gibt an, wie vertraulich ein Beleg ist — z. B. VERTRAULICH oder STRENG VERTRAULICH. Im Englischen heißt er Confidentiality Designation.
Warum müssen Mandantennamen in Vermerken entfernt werden?
Ein Vermerk kann den Mandantennamen für die Gegenseite lesbar machen. Das widerspricht BORA § 2. Nur der Name geht weg; die Kategorie bleibt.
Bleibt die Schutzstufenbezeichnung lesbar?
Ja. Nur die personenbezogenen Namen werden anonymisiert; die Kategorie bleibt erhalten.